Von Festlichkeiten und weiten Reisen

Mit Montag dem 04. Februar, brach eine weitere Woche voller spannender Erfahrungen und Eindrücke hier in Sri Lanka an. Letztere begann direkt sehr turbulent, da es sich beim 04.Februar in Sri Lanka um den Unabhängigkeitstag handelt, welcher in diesem Jahr zum 71. mal zelebriert wurde. Ursprünglich hatte ich mir überlegt die Feierlichkeiten zu diesem Ehrentag in Colombo anzugucken, da diese aber viel zu früh begannen als dass ich sie noch per Zug/ Bis rechtzeitig erreichen könnte, entschloss ich mich dazu in Matara zu bleiben. Obwohl mir nahezu jeder den ich gefragt habe versichert hat das es definitiv KEINE Feierlichkeiten in Matara gibt, bin ich trotzdem auf gut Glück zum Festplatz in Matara gefahren wo ich genau rechtzeitig zu einer riesig inszenierten Unabhängigkeitsfeier kam. Das Programm war gespickt von Auftritten der „Schulorchestern“ – welche aufwendig inszenierte Marschmusik präsentierten – von Matara, von Paraden Bzw. Aufmärschen durch Polizei und Militär sowie von zahlreichen wundervoll anzuschauenden traditionellen Tänzen. Es war ein tolles Erlebnis! Einziges Manko war jedoch dass ich die Kraft der Sonne etwas unterschätz weshalb ich mich von nun an die nächsten drei Tage mit einem Sonnenbrand herumschlagen durfte🙃.

Am darauffolgenden Tag machte ich etwas halblang – da ich nach der lange andauernden Unabhängigkeitsfeierlichkeit, wo ich den ganzen Tag in fern prallen Sonne stande – kurz vor einem Sonnenstich war. Ich fokussierte mich hauptsächlich darauf meinen Unterricht vorzubereiten und guckte die ein oder anderen Male bei der Preschool , welche unter der Woche vormittags auf dem tempelgelände gastiert, vorbei.

Man Mittwoch würde ich dann wiefern etwas aktiver und machte mich per Bus auf den Weg von Matara nach Dickwella. Dickwella, ein schöner Küstenort an fern Südküste, hat neben wunderschönen Stränden auch einen sehr bekannten Tempel als Sehenswürdigkeit zu bieten. Letzterer pralt vorallem mit seiner überdimensionalen Goldenen Buddhastatue, welche sogar noch größer ist wie die des Tempels von Weherena. Ich kam speziell wegen genau diesem Tempel. Vor Ort beim Tempelrundgang waren es vorallem die brutalen Wandgemälde und Skulpturen welche hauptsächlich mit dem Mittel der Angst arbeiten sollten. Es erinnerte mich ein wenig an die Vorstellung vom Fegefeuer. Aber diese grausamen Darstellungen wurden bei weitem von der wunderschönen mehrstufigen Buddhastatue übertroffen, deren inneren mit zahlreichen Gemälden über Buddhasleben ausgeschmückt ist. Den Abend habe ich dann noch entspannt am Strand von Dickwella ausklingen lassen, ehe ich mich wieder mit dem Bus auf den Weg zurück nach Matara machte. Doch genau dass stellte sich als schwerer heraus als gedacht, da während der Fahrt der Motor des Buses andient zu brenen. Was sich jetzt vielleicht sehr brutal anhört, versetzte mich aber keines Wegs in Aufregung, da sonst jeder im Bus relativ entspannt war und mir gesagt wurde dass dies nicht das erste mal sei 😂. Also stiegen wir geschwind in einen Anderen Bus und die Sache war geregelt

Grausame Darstellung im Tempel von Dickwella
Die bekannte, überdimensionale Buddah-Statue von Dickwella.
Mit goldenen Mosaik-Steinen koloriert, bleibt der farbliche Glanz der Buddha-statue deutlich länger erhalten als wie mit, von der tropenluft leicht erodierbare, Farbe angemalt.

Donnerstags und Freitags stand dann ein etwas längerer Ausflug für mich an! Wie ich bereits im Beitrag davor erwähnt habe, hatte mich die mit Rev. Vipassi vertraute Familie zu sich nach Nehombo eingeladen, was ich auch dankend annahm. Da Negombo (über Colombo gelegen) aber gute 4-5 Stunden von Matara entfernt ist, schlug Rev. Vipassi und die singhalesische Familie mir vor dass ich dort auch übernachten könne wenn ich wolle. Auch dies nahm ich gerne wahr. Also machte ich mich am Donnerstag Morgen mit dem bus auf nach Negombo. Dort angekommen wurde ich abgeholt, wo mir dann auch schon die erste Überraschung erzählt wurde. Der Onkel von Rebeca, die Tochter des in Deutschland lebenden Teils der Familie, hatte einen Friseurtermin arrangiert für mich. Ich war zunächst sehr überrascht und der in Deutschland lebende Teil der Familie schähmte sich auch etwas dafür, da sein unswissend waren und es in Deutschland ja nicht so üblich ist Termine für seine Gäste festzulegen😂. Wie auch immer, im Endeffekt war ich sehr glücklich darüber, da der Friseur einfach nur klasse war und ich nun meinen alter, bitter nötigen, Haarschnitt wieder hatte. Mit frischer Frisur und vollem magen nach dem Mittagessen, machten wir eine lange, wunderschöne bootstour auf der riesigen Lagune von Negombo. Vorbei an kleinen Fischerinseln, an einem Fischermarkt wo ich gerne auf meinen gersuchssinn verzichtet hätte ging es zu einer Insel, wenige Quadratmeter groß, wo nur Affen leben. Den ein oder anderen beglückten wir mit dem ein oder anderen Keks. Auf der einen Seite war die Natur wunderschön, auf der anderen Seite bekam ich auch die traurige Realität vor Augen geführt: Ganze Familien die in mit Plastiktüten bedeckten Wellblechhüttwn hausten und versuchten irgendwie zu fischen. Aber auch für solche Einblicke bin ich dankbar!

Einer der gefütterten Affen auf der Affeninsel in der Negombo Lagune.
Fischerboote auslaufbereit in der Lagune
Die beeindruckende Inselwelt der Lagune – erinnert mich irgendwie an die Inselreichen Seen Schwedens 😅

Nach Ende fern Bootstour machten wir noch einen kurzen Abstecher zur größten katholischen Kirche des Landes – Negombo ist hauptsächlich christlich geprägt- ehe wir auf einer Geburtstagsfeier eingeladen waren. Beziehungsweise nur der Onkel kannte den Gastgeber, sein bester Freund,ein Polizist, und wir anderen waren quasi selbsteingeladen Gäste😂. Aber trotz alle dem wären wir herzlich willkommen, und jeder dort freute sich über unser erscheinen. Im Rahmen dieser Geburtstagsfeier gab es ein sehr sehr reichliches Seafoodmenue, auf einer und bezahlbaren Location. Das Essen gab es nähmlich auf einem kleinen Garengrund, mit Ausenküche wo alles zubereitet wurde. Das Essen selber wurde aber unter Kerzenschein auf einem vorgelagerten Steg in der Lagune verzehrt. Wundervoll. Mal wieder hatte ich die Möglichkeit zahlreiche neue Eindrücken zu sammeln.


Alle Gäste der Geburtstagsfeier und ich

Am Nächsten Morgen nach der Geburtstagsfeier, gab es dann noch ein leckers Frühstück, ehe wir nach einem kurzen Tratsch an den Strand von Nehombo gefahren sind. Dieser ist wunder schön und enorm breit. Das einzige Problem ist aber, dass die Sonne den Strand so abartig mit ihrer Hitze terorisiert, dass nur wenige mutige, sich dieser Hitze aussetzten und am Strand liegen, weshalb wir in ein kleines aber richtig schönes Lounge-Restaurant eingekehrt sind. Nach dem ein oder anderen Papayasaft und einer Pizza – die singhalesischen schmecken außergewöhnlich gut 😝 – machte ich mich dann per Expressbus wieder auf den direkten Weg zurück nach Matara und von dort aus per Tuk-Tuk auf zum Tempel, wo ich den gelungen Tag in meinem Zimmer ausklingen ließ.

Samstags stand dann wieder der Unterricht auf dem Plan. Wie ich finde diesmal äuserst ertragreich, so konnte ich mit den Schülern weitere Erfolge in Sachen Satzbau erzielen und auch Verben, speziell die wichtigsten Verben im deutschen, konnte ich ansprechen. Ein voller Erfolg! Des Weiteren machte ich auch weitere Vortschritte in Sachen Lehrer-Schüler Beziehung, so habe ich mich mit einigen meiner Schüler zum kicken verabredet. Mit Ende des Schultages hielt sich der Ertrag meines Tages auch weiter in Grenzen, neben Fußball gucken und ein paar wenigen Recherchen für meine zukünftige Reise, ließ ich den Tag gemütlich gen Ende zulaufen.

Der darauffolgenden Tag startet wieder mit Zeremonie, bei der ich wie jeden Sonntag teilnahm, ehe die „Damma-School“ darauf folgte. Da die Damma-School in singhalesisch abgehalten wird halten sich hier meine partizipationsmöflichkeiten relativ gering. Nach der Damma-School jedoch, wartete wieder „Programm“ auf mich, denn eine der Preschool-Lehrerinnen hatte mich zu sich nach Hause zum Mittagessen eingeladen. Zusammen mit den beiden Sekretärinen Kanthi-Miss und Nayna- Miss machte ich mich auf den Weg ins nahegelegene Kakanadura, wo ein sehr leckeres Mittagessen auf mich wartete. Im Anschluss darauf wurde mir noch der Garten des Grundstücks den Preschool-Lehrerin gezeigt, wobei man hier eher von einem Anwesen reden sollte, so posiert in Mitten eines riesigen Waldgrundstücks eine rießige Sommerresidenz mit Pool und drei Oldtimern. Ich kann mir vorstellen dass es sich dort ganz gut aushalten lässt😂.

Von rechts: Nayna-Miss, die Preschoolteacherin, (vor ihr) Maneesha (Nayna‘s Tochter), der Neffe der Preschool-Lehrerin, Ich, ihre Tochter und links davon ihr Cousin und Cousine.

Auf dem Weg zurück zum Tempel, machten wir dann noch einen kurzen Abstecher zum Leutturm von Dondra. Dieser markiert den südlichsten Punkt Sri Lankas und zwischen ihm und der Antarktis ist nichts auser Wasser. Da wir genau richtig kamen zum Sonnenuntergang könnte ich ein paar tolle Fotos schießen, ehe wir wieder gen Tempel aufbrachen.

Küstenabschnitt von Dondra
Der berühmte Leuchtturm von Dondra. Leider war der Aufstieg verboten😕.
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Die fröhlichen Eindrücke überwiegen!

Im Tempel, nun wieder alleine – ohne Julian -, stand nun die Woche vom 28. Januar bis zum 03. Februar an. Den Montag dieser Woche nutze ich vorallem für meine Unterrichtsvorbereitung, da ich mir vorgenommen hatte in den Unterricht eine Art Projekt ein zu bauen welches sich mit der Stadt Karlsruhe befasst, damit die Schüler auch etwas über Karlsruhe erfahren – es heißt ja schließlich „Karlsruhe Scholarship Programm“. Nachdem die Auseinandersetzung mit meiner Idee weitestgehend erledigt war, nahm mich Rev. Vipassi gegen Abend mit in ein nahegelegenes Kloster in Polhena – Ich war dort mittlerweile schon des öfteren, da Rev. Vipassi eine sichtlich gute Beziehung zu dem dort leitenden Mönch hat. In diesem Kloster dann, hatten wir ein sehr ausgiebiges Gespräch mit zwei deutschen Sri Lanka-Touristen aus Passau, was auch der eigentliche Grund unseres Erscheinen in Polhena war. Woher genau sie Rev. Vipassi kannten, Bzw. Speziell sich mit ihm treffen wollten, war weder ihm noch mir genau klar😂 (denn beide waren weder Mitglieder von Patenkinder Matara e.V. noch wussten sie von dem Projekt). Im Endeffekt aber war das Gespräch echt großartig, die beiden Deutschen waren sehr freundlich und auch ich habe über das Gespröch einige neue Dinge gelernt.

Dienstags, am Nächsten Tag dann, nutzte ich meine Zeit informierte mich noch etwas im Reiseführer um Umgebung, Land und Leute und sammelte noch weitere Ideen für meinen nächsten Unterricht, ehe eine etwas andere Aufgabe auf mich zukam. Rev. Vipassi hatte sich nämlich eine neues Handy, speziell ein IPhone gekauft. Da aber alle im Kloster, sowie er auch vor Kauf dieses IPhones, ein Android Handy nutzen, herrschte zunächst große Unwissenheit über die neuen Funktionen. Ich Stellte Rev. Vipassi dann das neue Handy ein, installierte Grundlegende Apps und konfigurierte es nach seinen Vorstellungen, worüber er sichtlich dankbar war. Nachdem auch diese Hürde geschafft war ließ ich den Tag noch gemütlich am Strand von Matara ausklingen.

Am darauffolgenenden Tag hat mich mein Freund Julian, der zu diesem Zeitpunkt in Hikkaduwa war, gefragt ob ich ihn dort nicht besuchen wolle. Also, da der Unterricht vorbereitet und Rev. Vipassi auch nichts sonderliches für den Tag vorgesehen hatte, machte ich mich per Zug auf den Weg in das westlich von Matara gelegene Hikkaduwa. Dort angekommen machten wir uns auf den Weg in ein anhegelegenes „Turtle hatchery & rescue center“ wo, wie der Name bereits verrät, Schildkröten aufgezogen Bzw. verletzte gerettet Bzw. aufgepäppelten werden. Es war ein Wundervolles Erlebnis. Speziell angenehm fände ich dass Gefühl zu wissen dass es wenigstens noch einpaar Personen das Wohl unseres Ozeanbewohner – Seeschimdkröten – am Herzen liegt.

Ich, mit Schildröte im Schildkrötenrettungszentrum von Hikkaduwa.

nach dem Besuch im Schildkrötenzentrum machten wir uns auf an den bei Touristen sehr beliebten Strand von Hikkaduwa. Jedoch nicht mit dem Ziel nur Baden zu gehen. Stattdessen liehen wir uns Schnorchel und Flossen und Schnorchelten ein bis zwei Stunden durch das, nahe dem Strand vorgelagertem, Riff von Hikkaduwa. Die Korallen waren leider weitestgehend abgestorben, aber der fehlende Farbenglanz der Korallen würde durch eine überwältigende Dibersität an Meeresbewohnern ausgeglichen. So sahen wir, neben den zahlreichen in jeder Art und Farbe auftretenden „normalen“ Fischen, eine Meeresschildkröte – diesmal in freier Wildbahn 😝 – und einen Octopus ( was beim Schnorcheln sehr selten vorkommt.) Es war wunderschön und ist ein extrem empfehlenswertes Erlebnis.

Meeresschildkröte – diesmal in Dreiern Wildbahn
Ich und Julian beim Schnorcheln.

Nach dem aufregenden Schnorcheltrip machte ich mich dann auf den Weg zurück in den Stempel nach Nawimana, wo ich auf der Stelle dem Schlaf verfiel.

Donnerstags, war dann ein besonderer Tag. Ein besonders trauriger Tag. Es standen nämlich zwei Beerdigungen an. Auf der einen Seite war es ein extrem neuer Einblick in eine mir fremde Kultur, die ich als Pauschltourist nie und nimmer so bekommen hätte, auf der Anderen Seite aber hätte sich wohl jeder gewünscht keine Beerdigung abhalten zu müssen. Die erste Beerdigung fand im Nachbarort statt hier waren Rev. Vipassi und ich eingeladene Gäste, da die Schwiegermutter des Englischlehrers des Scholarship-Programms beerdigt wurde. Die Beerdigung selber würde aber von den Mönchen des Ortes abgehalten. Ich habe eindrücke bekommen die mich warcheinlich nachhaltig prägen. Wahrscheinlich speziell auch weil es so ein trauriges Ereigniss war. Direkt im Anschluss an diese Beerdigung begaben sich ich, Rev. Vipassi und einige der Mönchen aus dem oben genannten Kloster in Polhena, zu einer Beerdigung in Nawimana. Hier wurde letztere von Rev. Vipassi abgehalten. Auf der einen Seite habe ich erneut Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, auf der anderen Seite aber habe ich mich so unglaublich deplatziert gefühlt, da ich bei der zweiten Beerdigung, nicht so wie bei der ersten, wirklich niemanden kannte und auch keinerlei Kontakt zu der Familie des verstorbenen hatte. Bei der ersten Beerdigung immerhin, kannte ich Teile der Familie. Nichts desto trotz habe ich eine Menge Einblicke, Erfahrungen und Eindrücke Sammeln dürfen. Gegen Ende des Tages gab es dann aber noch einen fröhlichen Part, denn ich war zum Abendessen bei Miss Nayna, einer der Sekretärinen eingeladen. Bevor dass Essen Abern aufgetischt wurde machten Wien ich mit ihrem Mann und ihrer Tochter Maneesha einen kurzen Spaziergang durch die Umgebung, was wundervoll war. Speziell der Fluss Nilwal bei Dämmerung mit all den Wasserbüffeln, war wirklich wunderschön.

Fischer beim Fischen im Fluss Nilwal, in nächster Nähe zu einer Horde Wasserbüffel

Freitags, nutze ich den Vormittag erneut um mein Unterrichtskonzeot für Samstag zu verbessern, ehe ich gegen Nachmittag einen kurzen Spaziergang zum nahegelegenen Tempel in Weherena Antratt. Letzterer überzeugt mit einer der größten Buddahstatuen des Landes welche durch ein 6-Stöckiges Gebäude gestützt wird. Das Gebäude selber ist innen mit Zahlreichen Wandmalereien, die die Geschichte Buddahs erzählen, verziert. Auch die zahlreichen unterirdischen Tunnels die den Tempelkomplex untergraben, waren bunt ausgeschmückt mit zahlreichen Wandmalerein und Statuen.

Blick auf die riesige Statue im Tempel von Weherena

Samstags stand dann wieder der Unterricht an, wo ich die etwas älteren Schulklassen an die Grundlagen des deutschen Satzbaus heran führte, während ich mit den etwas jüngeren Schülern nochmal Aussprache und die letzte erlebte Grammatik wiederholte. Meiner Meinung nach ein sehr erfolgreicher Schultag. Sowohl für mich als auch für die Schüler. Am Samstag Abend war dann nicht mehr so viel zu tuen, weshalb ich mir den Luxus heraus nahm, als leidensfähiger langjähriger KSC- Fan, das erste Spiel der Rückrunde zu gucken. – ein kleines bisschen Deutschland in Sri Lanka😂- .

Am nächsten Tag, stand dann wieder die „Damma School“, der Religionsunterricht an. Wo ich, wie üblich an der morgendlichen Zeremonie teilnahm und die darauffolgenden Unterrichtsstunden beobachtete. Nach Ende der „Damma School“ mussten einige Vorbereitungen für den Abend getroffen werden. Denn wir bekamen Besuch. Besuch von einer singhalesischen Familie (Mutter und Tochter) aus Deutschland, die ihre Verwandschaft in sari Lanka besuchten und in diesem Rahmen mit ihren Verwandten einen kurzen Besuch in unserem Tempel ankündigten. Die Familie war Rev. Vipassi bereits bekannt. Ich lernte sie neu kennen, auch wenn sie aus Karlsruhe bzw. Bretten stammt. Es war ein gelungener Abend für alle von uns. Rev. Vipassi zeigte unseren Gästen zunächst den Tempel und das Tempelgelände ehe wir für einige Snacks und einige Tassen Tee Platz im Waitingroom nahmen. Nach einem langen und spannenden Gespräch dann gingen die Gäste und ich zur Englischlehrerin nach Hause, wo wir zum Abendessen eingeladen waren. Rev. Vipassi war nicht dabei, da buddhistische Mönche in Sri Lanka kein Abendessen zu sich nehmen. Die singhalesische Familie war unglaublich nett und freundlich, speziell mit der Tochter die in etwa in meinem Alter war, verstand ich mich wirklich gut, was zur Folge hatte dass ich kurzerhand dazu eingeladen wurde die Familie in Negombo zu besuchen.

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Wundervolle Zeremonie mit leckerem Beigeschmack

Am Sonntag den 27.01.2019 stand dann nach der im letzten Beitrag beschriebenen Woche, auch wieder die Sonntagszeremonie mit zahlreicher Opfergaben im Sinne von Räucherstäbchen, Blumen und allem was dazu gehört, an. Auf den Gottesdienst folgend, stände dann normalerweise der Religionsunterricht an – aber nicht so an diesem Sonntag. Ein wohlhabender älterer Herr hatte sich dazu entschieden der buddhistischen Gemeinde neue „Schuluniformen“ und Lehrbücher für den Sonntags- Bzw. Religionsunterricht zu spenden. Dies wurde im Rahmen einer mehrstündigen großen Zeremonie zelebriert.

Schon am Abend zu vor würden in mühseliger Handarbeit die prachtvolle Öllampe gebaut, die unteranderem Julian und ich feierlich entzünden durften.

Zunächst kam es zu einzelnen Reden von einigen der anwesenden Personen, sprich Mönche von benachbarten Klöstern, der Spender der Uniformen selbst sowie dessen Frau, einige der Lehrer und natürlich Rev. Vipassi Thero selber. All diese Reden waren leider alle auf singhalesisch weshalb wir den Inhalt nur durch jeweilige Gesten der Redner erschließen konnten. Umso konzentrierter waren wir bei den Tanz- und Gesangseinlagen einiger der Schüler.

Gesangseinlage von einigen der Kinder der buddhistischen Gemeinde – jedoch noch in den alten Uniformen😝
Verbeugung – Dankende Geste gegenüber einem der Redner für die Aushändigung der neuen Schuluniform.

Gegen Ende der Zeremonie dann, gab ed noch ein paar kleine singhalesische Snacks um die konzentration hoch zu halten. Julian und ich durften in diesem Zusammenhang in einem Nebenzimmer, indem das „Snackbuffet“ aufgebahrt war, Platz nehmen, wo wir von den Damen, welche sich um den Tee kümmerten, kulinarisch einmal durch die ganze singhalesische Kochkunst durchgelotst wurden, so dass wir uns danach hätten schwören können nie mehr wieder in unserem Leben etwas zu essen 😂.

Es sieht nicht nur gut aus, es schmeckt auch gut.

Aber diesen Schwur hätten wir am Abend dann gleich wieder gebrochen. Am Abend nämlich waren wir bei der Englischlehrerin Frau Radna zum Abendessen eingeladen. Zusammen mit ihren drei Töchtern und ihrem Mann nahmen wir Reis, Curry und einigen Mengen Papadam zu uns. Es schmeckte einfach nur köstlich! Nach dem wir den Abend noch gemütlich haben ausklingen lassen, machte sich Julian dann auf den Weg, raus aus Matara, nach Mirissa und ich begab mich Richtung Tempel.

Ich, Julian und die drei Töchter der Englischlehrerin.
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Erkundung des Umlands

In der darauffolgenden Woche, erkundete ich hauptsächlich das Umland von Matara. Dabei muss natürlich festgehalten werden dass dies natürlich erst dann in Frage kommt Bzw. kam wenn alle wichtigen Dinge wie Unterrichtsvorbereitung abgeschlossen waren. Bezüglich der Unterrichtsvorbereitung Dokumentierte ich zunächst schriftlich was ich vergangene Stunde gelehrt hatte und fasste Unterichtspläne zusammen auf denen ich den Inhalt der Stunden sowie meine Lehrmethoden dokumentierte. Dies tat ich auf Englisch, und fügte alles in einem ordner zusammen.In Englisch darum, damit dieser Ordner auch für andere Klassen sowohl von nachfolgenden Volontären als auch von hier gebürtigen Lehrern genutzt werden kann.

Nach dem ich den ersten Teil dieses Ordners Montagmittags angelegt hatte, fuhr ich gegen früher Abend noch zum Strand von Matara um mir den Sonnenuntergang anzugucken und einen kurzen Trott entlang des Strandes zu machen. Hierbei versuchte ich auch neue Kontakte zu knüpfen was sich aber als sehr schwer herausstellte da die Einheimischen relativ schüchtern und reserviert Ausländern Bzw Touristen gegenüber auftreten. Aber immerhin die Bilder vom Sonnenuntergang waren gelungen 🙃.

Am nächsten Tag dann, bereitete ich Vormittags Bzw. Mittags den Unterricht für Samstag vor, hierbei ließ ich sowohl grammatikalische Aspekte aber auch vorallem die Aussprache mit einfließen. Als dies getan war kam noch ein junger Mann, welcher auch Teil des Scolarship-Programms war auf mich zu und bat mich um etwas Beratung bezüglich einer Universitäten in Deutschland. Er hatte nämlich ein Stipendienangebot für ein Auslandssemester in Deutschland erhalten. Da er sich unsicher war ob er nach Karlsruhe oder nach Stuttgart gehen sollte berit ich ihn zunächst bezüglich der Städte und recherchiert dann noch wie welche Uni in Sachen Informatik aufgestellt ist. Es half ihm sichtlich bei seiner Entscheidung. Gegen früher Abend dann, macht ich noch einen kurzen Ausflug zur Stadt Galle wo ich durch das Dutchfort, zwischen nostalgischen Kolonialbauten und urigen Kneipen, trottete und den sonnenuntergang auf den gut erhaltenen Grundmauern der Befestigungsanlage genoss. Ein traumhafter Abend.

Blick von einer der Fortmauern auf das Stadtviertel „Dutchfort“ in Galle
Sonnenuntergang in Galle

Am Donnerstag dann, nachdem ich Mittwochs hauptsächlich im Childrenceter war und anfallende Arbeiten machte, erhielten wir spontanen Besuch im Tempel. Mein Freund Julian war in der Gegend unterwegs und Rev. Vipassi lud ihn kurzerhand ein einige Tage bei uns im Tempel zu verbringen. Was Julian natürlich nicht ausschlagen konnte. Zunächst zeigte ich ihm das Tempelgelände und vorallem das Childrencenter da er so auch Einblicke bekam für was er sich damals im Rahmen unserer Schülerfirma einsetzte. Letzteres war auch Rev. Vipassi besonders wichtig. Gegen Abend dann erkundeten wir dann noch einen uns unbekannten Strand östlich von Matara, Talalla-Beach genannt. – Ich war wohl selten so positiv überrascht von einem Strand. Gelegen hinter dichten djungelähnlichem Wald erstreckt sich ein Sichelförmiger traumhafter Sandstrand, mit erstaunlich wenig Touristen – zum Glück.

Am Nächsten Tag, Freitags führte ich ihn In Galle etwas herum und zeigte ihm den ein oder anderen Insidertip. So wie zum Beispiel eine kleine Rooftopbar, lokalisiert direkt neben dem Meer und dennoch in der Preiskategorie eines Local-Cafés. Mit positiven Eindrücken von Galle machten wir uns dann gegen früher Abend wieder auf den Weg zurück nach Matara, wobei wir noch einen kurzen Abstecher zum Strand von Weligama machten. Dieser wiederum war im Vergleich zum Talalla-Beach eher eine Enttäuschung und leider viel zu sehr von Surfern überlaufen.

Samstags stand dann wieder wie gewohnt der Unterricht an. Mit doppelter Power versuchten Ich und Julian den Kindern wieder reichlich neues beizubringen was auch mit Erfolg funktionierte, so nutzen wir aus zu zweit zu sein und versuchten Gruppenarbeiten zu inszenieren bei denen die Schüler zum Austausch auf Deutsch untereinander gebracht werden sollten. Dies funktionierte so gut dass Rev. Vipassi uns am liebsten für die nächsten 3 Monate zusammen unterrichten lassen würde. – Was er auch so ziemlich genau so formulierte😂 – Aber auch für kommenden Unterricht ist schon ähnliches geplant. Ich hoffe es ist alleine ähnlich gut umsetzbar😝.

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Poya-Day und neue Lernmethoden

Nach meiner aufregenden Woche Stande dann am Samstag den 19. Januar, wieder der Unterricht an. Bereits vor Antritt der Erkundungstour hatte ich den unterricht sorgfältig geplant und durchdacht. Neben „brauchbaren Sätzen“ wie: „Wie geht es dir?“ – „Mein Name ist…“ – „Ich wohne in …“, versuchte ich den Schülern erste Ansätze von Grammatik bei bringen, da ich vergangene Woche schon Grundlagen wie Alphabet und Zahlen beigebracht hatte. So tastete ich mich langsam in das Gebiet der Pronomen und dem Aufbau von „Fragen“ vor. Mein größtes Problem war jedoch bei weitem nicht mangelnde Motivation oder gar das Unverständnis, sondern viel mehr die Schüchternheit. Bei den Jungs anhatte ich eher wenig Probleme, die Mädcen jedoch sprachen so leise dass ich sie meist nur schwer verstand. Da Missverständnis oder gar Ärger meiner Ansicht nach die falsche Reaktion gewesen wäre, versuchte ich die Barrieren durch einen Humorvollen Umgang mit der Situation abzubauen. So wurden die ersten 10 Minuten zwar eher gelacht als gedacht, aber im endeffekt trauten sich nun alle zum Unterrict etwas bei zu tragen egal ob die Aussage nun Richtung oder Falsch war. Dieses Arbeiten auf Augenhöhe kam bei den Schülern scheinbar so gut Ann dass sich einige bei Rev. Vipassi meldeten um ihm mitzuteilen wie viel Spaß der Unterricht Ihnen macht. So hat ein einfaches Lächeln und simple Übungen, wie das laute, sehr laute aussprechen spezieller deutscher Laute ( wie zb.: SCH, CH oder Ö/Ä), bei denen ich mich wohl eher zum Affen machte – aber solang die Schüler Spaß hatten sollte es mir recht sein, mich in dein Lage versetzt den Schülern auch schon recht anspruchsvolle Grammatik erfolgreich zu vermitteln.

Sonntags, am Tag darauf dann, war Poya sprich Vollmond Tag. Dieser startete sehr früh, um 6:00 Morgens mit einer großen Zeremonie bei der Opfergaben wie Blumen oder Räucherstäbchen zur Feier Buddhas feierlich „geopfert“ wurden. Es war für mich eine große Ehre an dieser Zeremonie teilnehmen zu dürfen. Nach ausglang der Morgenzeremonie, holte mich gehen Mittag Kasun, ein Ehemealiger Schüler des Scolarship-Programms (war auch auf der Erkundungstour dabei) ab und zeigte mir ein wenig Matara, Bzw. wo die guten Strände sind und wo ich nützliche Sachen wie ATM oder Supermärkte finden kann. Zurück im Tempel dann gegen Abend, stand auch schon die abendliche Vollmond Zeremonie an. Auch ein wundervolle Erfahrung. Ich hilt es aber im allgemeinen für unangebracht während der Zeremonie Bilder zu machen, sondern wollte lieber selber daran Teil nehmen und sie genießen, was auch der Grund dafür ist weshalb dieser Beitrag keine Bilder enthält.

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Auf dem Dach der Welt

Am Ende des zweitägigen Ausfluges, am Abend des 17. Januars, machte sich dann die spaßige Reisegruppe um Rev. Vipassy wieder auf den Weg von Kandy zurück nach Matara. Ich jedoch ging nicht direkt mit zurück nach Matara, ich wollte die Chance im Hochland zu sein noch nutzen um den Sri Pada, auch Adam‘s Peak genannt zu besteigen. Mit 2243m Höhe ist dieser zwar nicht der höchste Berg Sri Lankas aber wohl einer bekanntesten. Entsprechend fuhr ich dann von Kandy aus mit dem Linienbus nach Hatton, die dem Adam‘s Peak nächstgelegene Großstadt. Das Getümmel und das wirre Durcheinander am Busterminal in Kandy war unglaublich verwirrend, aber mindestens genauso spannend, da man als Europäer fasziniert davon ist dass trotz dieses Durcheinanders doch alles erstaunlich geregelt funktioniert😂. In Hatton dann angekommen, wartete mein Freund Julian Preissler in einem Hostel auf mich, wo wir nächtigten. Wobei hier gesagt sei dass der Begriff „Schlafen“ übertrieben wäre da es sich nur lediglich um 3 Stunden handelte, da wir um 1:00 Morgens den Pilgerbus zum Adamspeak nahmen. Am Fuße des Bergs angekommen, Dick eingepackt in Trekking Hose und Regenjacke, da es nachts auf der Spitze des Berges nur wenige Grad über Null haben kann, machten wir uns über mehr als 5200 Treppenstufen auf den Weg zum Gipfel. Dort angekommen würden wir Teil eines unglaublichen Naturschauspiels: Dem weltberühmten Sonnenaufgang des Adam‘s Peak.

Sonnenuntergang; fotografiert von der Spitze des Adam‘s Peak‘ aus

Nach Wiederabstieg dann, nahm ich von Hatton aus den Bus nach Colombo, in dem ich neben meinem schon vorhandenen Schlafmangel zu allem Überfluss noch 5 Stunden stehen musste. Meine Laune hielt sich in Grenzen🙄. Von Colombo aus ging es dann mit dem Zug 4,5 Stunden lang nach Matara- und ja hier dürfte ich auch die ganze Zeit stehen🙃. Um so glücklicher war ich dann von Rev. Vipassi am Bahnhof in Matara abgeholt zu werden.

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Erkundungstour

Gegen Ende meiner ersten Woche in Sri Lanka, stand dann etwas überraschen, über den 16. und 17. Januar eine kleine Erkundungstour durch das Land an. Gemeinsam mit Miss Kandy, einer der beiden Sekreterinnen (die andere war leider durch ihr Baby verhindert), 3 aktuellen Schülern und 2 ehemaligen Schülern (Supuni & Kasun) des Scolarship-Programms, der Englisch Lehrerin (Frau Radna) und ihrer Tochter, sowie mit einem Fahrer der zu jeder Zeit immer einen lustigen Spruch parat hatte und daher immer für gute Laune sorgte, machten wir uns zunächst auf den Weg nach Haputale (im Hochland gelegen).

Beim ersten kurzen Halt um Brot zu kaufen, jedoch mussten wir feststellen dass die Seitentüre zum Ausstieg der hinteren Fahrgäste defekt war. Nach ein paar versuchen über die vordere Sitzreihe oder gar durchs Fenster auszusteigen, suchten wir einen Mechaniker auf. Da uns der erst Beste nicht weiter helfen konnte suchten wir uns einen anderen, welcher uns zwar genau sowenig die Türe instandsetzen konnte, uns aber zum Frühstücken in sein Haus einlad, was wir mit leerem Magen gerne Annahmen. Ob letzteres nun an der generellen Gastfreundschaft lag oder wohl doch eher an Rev. Vipassy‘s Person kann ich nicht sagen, eine einmalige Erfahrung jedoch war es alle mal. Nach dem wir gespeist hatten setzten wir unseren Trip ins Hochland, zwar mit kaputter Tür, fort. In Haputale gegen Mittag dann angekommen, machte uns das Wetter jedoch einen Strich durch die Rechnung. Wo wir doch eigentlich gekommen waren um die Aussicht zu genießen, war es uns auf Grund von sarkem Nebel jedoch nicht mal mehr möglich mit dem Auto weiter zu fahren. Glücklicherweise fanden wir Unterschlupf in einem der vielen Bergklöster im Hochland, wo wir freundlicherweiße im Versammlungsraum unser vorgekochtes Mittagessen (Reis, Curry und Dahl) zu uns nehmen konnten.

Im Endeffekt lief also bis dato alles gegen den Strich. Aber genau das wiederum machte den Trip so besonders. Ich habe Einblicke in das Lebene einiger Menschen bekommen die mir als Pauschaltourist vermutlich verwährt gewesen wären. Ohne schönen Ausblick, aber mit vollem Magen dann, machten wir uns auf den Weiterweg nach Nuwara Eliya wo wir gegen früher Abend in unserem kleinen aber feinen Hotel eintrafen und wo ich auch kurzer Hand einen Crashkurs in der Singhalesischen Küche erhalten habe. Kurz vor Sonnenuntegang machten wir uns dann auf zum Gregory Park in Nuwara Eliya wo wir ein wenig spazieren liefen und den Sonnenuntergang genossen. Zu genau dem selben Zeitpunkt war auch ein guter Freund und ehemaliger Klassenkammerad von mir, Julian Preissler, in Nuwara Eliya. Da er mir vor geraumer Zeit im Rahmen einer Schülerfirma half Geld für „Patenkinder Matara e.V.“ zu Sammeln, war es sowohl in seinem als auch in Herrn Vipassy‘s Interesse sich gegenseitig kennen zu lernen, worauf mein Freund dem Kurztrip in den Gregorypark Gesellschaft leistete.

Zweiter von rechts: Julian Preissler
Foto vom wunderschönen Sonnenuntergang in Nuwara Eliya

Am Nächsten Tag dann machten wir uns von unserer Unterkunft aus auf nach Kandy um den Zahn-Tempel, der als Reliquie einen Zahn Buddahs beherbergt und daher einer der bedeutendsten buddihstischen Tempel ist, zu besuchen. Auf dem Weg dahin hielten wir noch im botanischen Garten von Nuwara Eliya welchen wir auch erkundeten.

Gruppenbild im botanischen Garten von Nuwara Eliya

Auf der Weiterfahrt durch atemberaubende Teeplantagen kam es nicht zu letzt zu einem kurzen Halt für das ein oder andere Foto. Das ganze ging so lange bis unsere Vorderradbremsen anfiengen zu rauchen und wir den Rest des Tages nur noch mit Handbremse weiter fuhren – scheinbar nichts ungewöhnliches hier 😂. In Kandy dann angekommen besuchten wir, wie bereits gesagt den Zahn-Tempel. Ein wunderschönes Bauwerk in dessen Innerem eine Ruhe und doch zugleich Gemenge ob der ganzen Gläubigen herrscht. Einfach ein wundervolles Erlebnis.

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Auf der anderen Seite des Pults

Am ersten Tag nach meiner Ankunft 12.01.2019 , stand auch schon das erste Aufeinandertreffen mit den Schülern des scolarship-Programmes an. Wer aufgeregter war – die schüler oder ich selber- ist bis jetzt noch nicht geklärt😝. Kurz vor Beginn des Unterichts Bzw. des „Morgenappells“ warteten wir noch bis der aus Matara kommende Bus mit den letzten Schülern ankommt. Diese Zeit nutze ich um mich mit den Lehrern und anderen „Mitarbeitern“ vertraut zu machen. Bei letzterem war vorallem der überaus nette Englisch Lehrer eine Hilfe, der mir schnell half diverse Sprachbarieren abzubauen. Im Endeffekt sind aber wirklich alle unglaublich lieb, nett und vorallem hilfsbereit. Alls der Schultag dann nun mit einem kurzen „morgenappell“ startete, bei dem auch ich mich sowohl den Schülern, als auch den anwesenden Eltern vorstellte, legte sich die Spannung relativ schnell und wir starteten direkt in den ersten, meinen ersten, Unterricht. Dem Stundenplan entsprechend, unterrichtete ich vier unterschiedliche Klassen jeweils im Fach Deutsch. Es war für mich eine wirklich unglaubliche Erfahrung erstmals auf der anderen Seite des Pults zu stehen. Ich versuchte zunächst die jeweiligen Klassen weitestgehend auf das selbe Niveau zu bringen (Fortschritte im Rahmen der Aussprache / zählen bis 100 / ü,ä,ö,ß) wobei ich mir gleichermaßen entsprechende Notizen über den Wissensstand im Fach Deutsch und über die Englischkenntnisse (damit ich eine „gemeinsame“ Sprache habe um diverse Grammatik zu erklären) machte. Es machte mir unglaublich Spaß mit den Kindern zu arbeiten und fande es auch gleichermaßen spannend. Bei den Kindern wiederum weiß ich nicht so recht was sie spannender fanden: Meine Person oder dass neu erlernte Wissen 😂. Mit Ende des Schultages , ging auch meine Arbeit eher in das Zusammenfassen von Notizen und dem genaueren kennenlernen der „Sekreterinen“ über. Den Rest des Tages verbrachte ich dann noch mit Fotografie ehe ich dann versuchte meinen Jetlag aus zu kurieren.

Am darauffolgenden Tag (Sonntag der 13.01.2019) stand dann die Sonntagsschule an, hier konnte ich zunächst nur beim Verpacken der Schulbücher für die zukünftigen Schüler helfen, da es sich beim Sonntagsunterricht um einen Unterricht über die Buddhistischelehre für die Kinder der Glaubensgemeinschaft handelt. Entsprechend begann der Tag auch mit einer feierlichen Zeremonie bei der ich glücklicherweise teilnehmen durfte – Eine unglaubliche Erfahrung. Während sich nach der Zeremonie die Schüler in ihre Klassen aufteilten, kam es zu einer Art Einschulung einiger kleiner Kinder. In weißen feierlichen Klamotten, mit Blumen ausgestattet, lauschten sie einer Ansprache von Rev. Vipassy Thero, welcher die oben genannten Schulbücher an die künftigen Schüler weiter gab.

Mit Beendung dieses Aktes, setzte ich mich zu der Klasse von Rev. Vipassy Thero und beobachtete den Unterricht als Außenstehender. Gen Ende des Tages erkundete ich die umliegende Gegend zu Fuß (Rev. Vipassy gab mir Tipps Bzw. empfahl mir schöne Orte) und machte mir einige Gedanken zur Unterrichtsvorbereitung.

Diese Gedanken setzte ich dann am nächsten Tag, nach dem ich Teile des Childrencenters gefegt / gesäubert hatte, in die Realität um. Ich zeichnete einige Bildchen um den nächsten Unterricht möglichst spannend zu gestalten und fertigte für jede Klasse jeweilige Unterrichtsstrukturen an. Nach einem kurzen Tee mit den liebenswerten Sekretärinnen nahm mich Rev. Vipassy mit zu einem Treffen in einem Kloster in Matara. Während er sich mit anderen Mönchen traf Bzw. sich besprach, erkundetet ich mit dem Tuk-Tuk Fahrer die Strandregion. Gegen Ende des Termins von Rev. Vipassy stellte er selbst mich noch einem anderen Mönch vor, welcher ein, dem Strand nahegelegenes, Kloster leitet damit ich auch in Strandnähe einen sicheren Ansprechpartner habe.

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Die Ankunft

Hallo,

mein Name ist Noah Peterkes. Ich bin der aktuelle Volontär im Childrencenter der Hilfsorganisation „Patenkinder Matar e.V.“ beim anliegenden Buddhistischen Tempel Nawimana girikandararama purana viharaya, in der Süd-singhalesischen Provinz Matara. Ich werde mich vom heutigen Tag an, 90 Tage im Childrencenter aufhalten, mitwirken und versuchen bestmöglich meinen Beitrag zu dem gesamten Projekt zu leisten. Nach meinem Abflug gestern Morgen in Frankfurt flog ich über Doha (Katar) nach Colombo (Sri Lanka), wo ich gegen 6:30 den Flughafen verließ und überaus herzlich von Rev. Vipassy Thero sowie einer der Sektreterinnen des Childrencenters und einer der 4 Lehrerinnen empfangen wurde. Nach einer kurzen planungstechnischen Pause, wegen Geldwechseln etc. machten wir uns per Minibus auf, Richtung Matara, Richtung Kloster, was in etwa, inklusive einer kleinen Frühstückspause, 2,5 bis 3 Stunden in Anspruch nahm. Im Kloster angekommen, zeigte mir Rev. Vipassy das gesamte Gelände sowie mein Zimmer im angebauten Wohnkomplex, welches sowohl schön und gepflegt als auch, mit Schreibtisch und großem Bett, gut ausgestattet ist. Im weiteren Verlauf des Tages setzte ich mich mit ein paar der Lehrerinnen zusammen um mich in die Unterrichtsmaterialien sowie in das Lernniveau der Schüler einzuarbeiten. Neben dem wissenszuwachs, war es vorallem der gute singhalesische Tee welcher mir (zu meinem Glück😂) des Öfteren angeboten wurde, der mir Freude bereitete. Ehe mich jedoch die Müdigkeit komplett überwältigen konnte, gab es noch etwas Reis mit Curry, Dahl und diversem Gemüse.

Ich werde versuchen sie, liebe Leser und Leserinnen, anhand dieses Blogs über meine Erfahrungen, Tätigkeiten und Erlebnisse während meines 90-tätigen Aufenthalts auf dem Laufenden zu halten. nach meiner sozialen Tätigkeit in Sri Lanka werde ich meine Reise gen Indien fortsetzen, wo ich an die 2 Monate verbringen und anschließen für 3 Wochen weiter nach Nepal reisen werden. Nach meinem Nepal Aufenthalt werde ich mich für 2 Wochen nach Beijing (Peking) begeben, von wo aus ich dann auch meinen Rückflug über Moskau nach Frankfurt antreten werde. Wer Interesse hat meiner Unternehmung auch über meine soziale Tätigkeit in Sri Lanka hinweg zu verfolgen, dem kann ich meinen persönlichen Instagram-Blog, welcher auf dieser Seite auch verlinkt ist, empfehlen. Für Informationen wiederum zu „Patenkinder Matara e.V“, über meine Erfahrungen im Himfsprojekt hinaus, dem lege ich die Internetseite „www.patenkinder-matara.de“ ans Herzen.

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